Gänskerb in Bürgstadt 2018 mit den Hegegemeinschaften Eichenbühl und Miltenberg

19.11.2018 I Handwerk und extravaganter Genuss in der Gewölbehalle des Rathauses: Wildfleischpurismus aus der Region. Churfrankenjäger der Hegegemeinschaften Eichenbühl und Miltenberg würdigen das regionale Lebensmittel Wild. Ihre ganze Jagdleidenschaft fand sich in den dargebotenen Wildprodukten wieder. Das Wildererchili von Fleisch aus den Keulen heimischen Schwarzwildes fand ebenso reißenden Absatz, wie die üppig belegten Jägerbrett`l regional gearbeiteter Produkte. Auch für die Taschen gab es vielfältiges: Salamis vom Hirschen aus Dörnbach oder reines Wildschweinschmalz, angereichert mit Röstzwiebeln. Für den bestmöglichen Geschmack sorgten auch die Wildschweinsalamettis an diesem Tag. Dieser geräucherten Wurst ist jedes althergebrachte Mittel recht, in diesem Falle auch der traditionelle uralte Räucherschrank, den diese großartigen Rohwürste zuvor passieren mussten. Schon von weitem folgten die Kulinariker im Gewölbekeller ihrem Näschen und fanden die „Wurst“. Der Wurstmacher ordnet hier jeden einzelnen Produktionsschritt des Wurstmachens einzig und allein dem Geschmack des Endproduktes unter. Hat ein Genießer nur einmal diese angenehm rauchige Salametti verkostet, so verspürt er sofort das Ethos den der geschmackliche Unterschied gegenüber der Massenware ausmacht.

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05.03.2018 I In etlichen Regionen Bayerns wurde die Aujeszkysche Krankheit bei Schwarzwild nachgewiesen: Das bedeutet für alle Hundebesitzer erhöhte Wachsamkeit und das Fernhalten ihrer Haustiere von lebendem Schwarzwild oder Kadavern hiervon. Aktuell verstarb ein Jagdhund im nördlichen Landkreis Landshut, ebenso bei Haßfurt, aber auch in unserem Nachbarland Hessen. Im Hessischen Odenwald verstarben 2017 zwei Hunde, davon einer bei Beerfelden, der sich offensichtlich in Bayern bei der Jagdausübung infizierte. Die Aufnahme des Virus erfolgt oronasal. Bei Katzen erfolgt die Virusaufnahme fast ausschließlich über rohes infiziertes Schweinefleisch, bei Hunden wird auch von einer Übertragung durch Biss eines infizierten Wildschweins berichtet.

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25.02.2018 I ASP: Derzeit wird über die Rolle der Wölfe bei Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest diskutiert. Auf Anfrage des Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblattes hat das Friedrich-Löffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit als zuständige Bundesbehörde mitgeteilt, es gebe keine Hinweise darauf, dass Wölfe bei der Verbreitung der ASP eine besondere Rolle spielen. Auch in dem Fall, dass ihr Fell kontaminiert werde oder sie virushaltige Kadaverteile wegschleppen, finde keine Vermehrung des Virus in bzw. auf diesen Tieren statt. Eine Darmpassage überlebe das Virus nicht. Auch wenn der Wolf weiter wandert als andere Raubtiere, wird davon ausgegangen, dass er keine Nahrungsvorräte mitnimmt und das kontaminierte Fell putzt. In seinem Internetauftritt räumt das FLI aber ein, dass eine mechanische Vektorfunktion (Verschleppung virushaltiger Kadaverteile, Kontamination des Fells/Gefieders) für Raubtiere und Aasfresser (Säuger, Vögel etc.) nicht generell ausgeschlossen werden kann.

Quelle: Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt am 15.02.2018