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Hiermit ergeht eine herzliche Einladung mit der Bitte um Teilnahme:
 
Hubertusmesse - Achtung vor Gottes Schöpfung

Die Vorsitzenden der Hegegemeinschaften Eichenbühl, Miltenberg und Kirchzell, sowie die Pfarreiengemeinschaft St. Martin, laden zur Hubertusmesse am Samstag, den 19. November 2022 um 18.30 Uhr in die Stattpfarrkirche „St. Jakobus“ in Miltenberg ein. 

Die Messe wird von Pfarrer Jan Kölbel in der herbstlich geschmückten St.- Jakobus-Kirche zelebriert.  
Das Jagdhornbläserkorps Miltenberg unter der Leitung von Karl-Otto Steiniger mit Orgelbegleitung durch Michael Baller, werden die Messe musikalisch gestalten.
 
Neben modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen haben traditionelle Werte immer noch einen hohen Stellenwert in der Jägerschaft. Der Namenstag von St. Hubertus wird am 3. November gefeiert. In den Wochen um diesen Termin veranstalten Jäger überall festliche Gottesdienste, bei denen die Kirchen mit Waldlaub geschmückt werden und Jagdhörner erschallen.
 
Initiator dieser Hubertusmesse ist wie im letzten Jahr auch Herr Alfred Meixner des Jagdhornbläserkorps Miltenberg. Angefügtes 

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Mark G. v. Pückler: 290 JVG – Auf Wald- und Feldwegen Zufahrt durch fremdes Revier erlaubt

I. Die Rechtsgrundlage
1. „Wird das Eigentum in anderer Weise als durch Entziehung oder Vorenthaltung des Besitzes beeinträchtigt, so kann der Eigentümer von dem Störer die Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen. Sind weitere Beeinträchtigungen zu besorgen, so kann der Eigentümer auf Unterlassung klagen. Der Anspruch ist ausgeschlossen, wenn der Eigentümer zur Duldung verpflichtet ist.“ § 1004 Abs. 1 und Abs. 2 Bürgerliches  Gesetzbuch 2. „Der Eigentümer eines Grundstücks kann Einwirkungen auf sein Grundstück insoweit nicht verbieten, als sie die Benutzung seines Grundstücks nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigen. Das Gleiche gilt insoweit, als eine wesentliche Beeinträchtigung durch eine ortsübliche Benutzung des anderen Grundstücks herbeigeführt wird.“ § 906 Abs. 1 S. 1 und Abs. 2 S. 1 Bürgerliches Gesetzbuch (gekürzt)

II. Der Sachverhalt
Der Pächter eines Jagdbezirks verlangte von seinem Jagdnachbarn, die Durchfahrt durch sein Revier zu unterlassen, weil er dadurch bei der Ausübung der Jagd erheblich gestört werde. Der Nachbar erwiderte, dass es sich um einen öffentlichen Feldweg handle. Der Weg sei zwar durch das Verkehrszeichen Nr. 250 der Straßenverkehrsordnung für Fahrzeuge aller Art gesperrt, jedoch durch das Zusatzschild „Frei für Land- und Forstwirtschaft“ auch für Jäger befahrbar. Die sonstige Zufahrt zu seinem Revier sei erheblich länger und von Zeit zu Zeit gesperrt.

III. Das Urteil
Das Amtsgericht wies die Klage ab, weil der Reviernachbar zum Befahren des Weges berechtigt sei. Auch das Landgericht kam in seinem Hinweisbeschluss über die Erfolgsaussichten der Berufung des Pächters zu diesem Ergebnis. Zur Begründung führten die Gerichte aus, dass zwar nicht jede Kollision mit dem Jagdausübungsrecht rechtswidrig sei. Es gebe keinen Anspruch auf völlig störungsfreie Jagdausübung oder auf einen bestimmten Wildbestand. Der Jagdausübungsberechtigte müsse zum Beispiel das Betreten des Jagdbezirks durch Spaziergänger hinnehmen und Störungen durch die ordnungsgemäße Land- und Forstwirtschaft dulden. Aus dem  Nebeneinander unterschiedlicher Nutzungsarten folge, dass das Jagdausübungsrecht nur gegen erhebliche Störungen geschützt sei. 

Daher könne nur eine nach Stärke und Ausmaß wesentliche Beeinträchtigung abgewehrt werden, etwa wenn das Wild in erheblichem Umfang und für längere Zeit vergrämt werde. Eine solche wesentliche Beeinträchtigung des Jagdausübungsrechts habe der Pächter weder dargelegt noch bewiesen. Aus der Abschussplan-Erfüllung kann vielmehr geschlossen werden, dass eine  Behinderung der Jagd durch wesentliche Störungen nicht vorgelegen hat. Hiervon abgesehen sei das Befahren zu Jagdzwecken durch den angrenzenden Revierinhaber auch nicht rechtswidrig, da der Weg für land- und forstwirtschaftliche Zwecke frei sei. Zu den forstwirtschaftlichen Zwecken gehöre auch die Zuwegbenutzung zur Ausübung der Jagd im eigenen Revier, wobei die so zur eingeschränkten Nutzung freigegebene Wegstrecke auch zur bloßen Durchfahrt benutzt werden dürfe (vergleiche Oberlandesgericht Celle, NZV 1990, S. 441). Das Schikaneverbot des § 226 Bürgerliches Gesetzbuch stehe dem Durchfahren nicht entgegen, weil die Benutzung des Weges nicht den alleinigen Zweck verfolge, den Jagdausübungsberechtigten zu schädigen.  Der Weg diene vielmehr als Zufahrt zum Revier, weil die andere Zufahrt „ab und an“ durch ein Gatter gesperrt sei. Amtsgericht Wolfhagen, Urteil vom 27. 9 2004 – 2 C 329/04 –; Landgericht Kassel, Hinweisbeschluss vom 24. 1. 2005 – 1 S 374/04 –

IV. Anmerkungen
Der für die Abwehr von Störungen und Beeinträchtigungen der Jagdausübung besonders wichtige § 1004 Bürgerliches Gesetzbuch enthält bei genauem Hinsehen zwei selbstständige Ansprüche:
• Den Beseitigungsanspruch, gerichtet auf die Beseitigung bestehender rechtswidriger Beeinträchtigungen (Abs. 1 Satz 1) und
• den Unterlassungsanspruch, gerichtet auf die Unterlassung künftiger rechtswidriger Beeinträchtigungen (Abs. 1 Satz 2). 1. Der Beseitigungsanspruch Dieser Anspruch setzt voraus, dass eine rechtswidrige Beeinträchtigung des Jagdausübungsrechts schon gegeben ist und fortbesteht. Rechtswidrig ist eine Beeinträchtigung, wenn der Störer mit seinem Eingriff dem Jagdausübungsberechtigten gegenüber nicht befugt ist, dieser also die Beeinträchtigung nicht hinnehmen muss. Rechtmäßig sind zum Beispiel:
• Beeinträchtigungen durch die ordnungsgemäße Land und Forstwirtschaft  (Bewirtschaftung der Felder und Wälder, abendliche Erntearbeiten, Wechsel im Anbau, Übergang von Weidewirtschaft zu Feldwirtschaft und umgekehrt, Beseitigung von Brachflächen und ähnliche Tätigkeiten).
• Beeinträchtigungen durch das allgemeine Betretungsrecht zu Erholungszwecken (Spaziergänger, Jogger, Walker, Schi- und Schlittenfahrer; Radfahrer und Reiter auf Straßen und Wegen). Rechtswidrig sind zum Beispiel:
• Beeinträchtigungen durch land- und forstwirtschafts- Grundstücksnutzungen, wenn sie (1.) wesentlich und (2.) nicht ortsüblich sind (störender Fremdkörper in der Umgebung, etwa ein Modellflugplatz in ansonsten ruhiger, waldnaher Lage, WuH 11/1994, S. 42). Das ergibt sich aus einer entsprechenden Anwendung des § 906 Abs. 1, S. 1 und Abs. 2, S. 1 Bürgerliches Gesetzbuch, wonach der Eigentümer eines Grundstücks wesentliche Beeinträchtigungen dann nicht hinnehmen muss, wenn sie nicht ortsüblich sind, wenn sie also in der näheren Umgebung sonst nicht vorkommen.
• Beeinträchtigungen durch Überschreitung oder Missbrauch des allgemeinen Betretungsrechts, zum Beispiel durch Betreten von Forstkulturen und Dickungen, von Feldern von der Aussaat bis zur Ernte, von Wiesen während des Aufwuchses und der Beweidung. Ferner durch Radfahren außerhalb der Wege und Betreten zu anderen Zwecken als zur Erholung, etwa zur Störung der Jagd oder zu  Sportveranstaltungen.
2. Der Unterlassungsanspruch Dieser Anspruch setzt voraus, dass eine rechtswidrige Beeinträchtigung (siehe vorstehend) des Jagdausübungsrechts erst künftig droht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sie erstmals konkret bevorsteht (Theaterfestival im Wald, WuH 17/2004, S. 104), oder wenn es in der Vergangenheit bereits zu rechtswidrigen Beeinträchtigungen gekommen ist und in Zukunft mit weiteren dieser Art zu rechnen ist (Wiederholungsgefahr, zum Beispiel bei unbeaufsichtigtem Laufenlassen des Hundes, WuH 23/2005, S. 124; Radfahren außerhalb der Wege, absichtliches Stören der Jagdausübung, WuH 18/2001, S. 88). 3. Vier Rechtskreise betroffen Beim Durchfahren eines fremden Jagdbezirks auf einem Feld- oder Waldweg zur Erreichung des eigenen sind vier Rechtskreise zu beachten:
• Zivilrecht: Durch die Benutzung des Weges darf das fremde Jagdausübungsrecht nicht wesentlich und ortsunüblich beeinträchtigt werden (siehe obiges Urteil).

• Wegerecht: Der Weg muss ein öffentlicher sein, das heißt er muss allgemein und damit für jedermann für land und/oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge oder Anlieger bestimmt (gewidmet) sein. Das bedeutet, dass er von jedem zur Bewirtschaftung und damit auch zur Bejagung der durch ihn angebundenen Flächen benutzt (befahren) werden darf. Den Gegensatz hierzu bilden Privatwege, bei denen sich der Eigentümer die Benutzung ausdrücklich vorbehalten hat (zum Beispiel durch das Schild: „Nur für Besucher. Der Eigentümer“).  Im übrigen sind auch Privatwege dann öffentliche Wege, wenn sie für eine bestimmte Benutzung allgemein freigegeben sind. Befindet sich am Weg ein Verkehrszeichen (zum Beispiel Sperrschild mit Zusatz „Frei für Land- und Forstwirtschaft“ oder „Frei für Anlieger“), handelt es sich regelmäßig um einen öffentlichen Weg, selbst wenn er in Privateigentum steht. Denn nur an öffentlichen Wegen dürfen Verkehrszeichen angebracht werden. Feld- und Waldwege sind dazu bestimmt, die durch sie erschlossenen Grundstücke land- und forstwirtschaftlich zu bewirtschaften, Spaziergänger dürfen sie aufgrund des allgemeinen Betretungsrechts zu Erholungszwecken begehen. Diese Wege dürfen also von jedermann zu (nur) diesen Zwecken benutzt werden. Der Jagdpächter hat die Ausübung der Jagdrechte an den durch den Weg erschlossenen Grundstücken seines Revieres gepachtet. Zur Ausübung dieses Rechtes auf den Grundstücken darf er daher – ebenso wie der Landwirt zu seinem Feld und der Forstmann zu seinem Wald – grundsätzlich Feld- und Waldwege zu und in seinem Jagdbezirk benutzen. Aus dem Widmungszweck der Anbindung an das Straßennetz folgt allerdings, dass nur eine direkte Zufahrt zum hinterliegenden Revier erlaubt ist, ein beliebiges Durchfahren des Nachbarrevieres  aber nicht (vergleiche auch  Mitzschke/Schäfer, BJG, § 33 Randnummer 4). Gleiches gilt für Helfer und Jagdgäste. Voraussetzung ist lediglich, dass es sich um einen öffentlichen Weg handelt, der für land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge oder für Anlieger freigegeben ist.
• Jagdrecht: Solange der fremde Jäger auf dem zum allgemeinen Gebrauch bestimmten  Weg in Jagdausrüstung bleibt, kann er nicht vom Jagdschutzberechtigten angehalten und zur Abgabe seiner Waffen aufgefordert werden.  Erst wenn er den Weg verlässt, ist das möglich. Zum „allgemeinen Gebrauch bestimmt“ bedeutet soviel wie „öffentlich“ (siehe vorstehend).
• Waffenrecht: Auf der Fahrt beziehungsweise auf dem Zugang zum Revier und zurück darf die Waffe (vollständig) entladen mitgeführt werden. Es macht insoweit keinen Unterschied, ob der Zugang oder die Zufahrt auf einer Straße oder einem öffentlichen Weg erfolgt, zu Fuß oder mit dem Fahrzeug.
• Einschränkung: Aus dem Widmungszweck, dem allgemeinen Schikaneverbot des § 226 Bürgerliches Gesetzbuch sowie aus den Grundsätzen deutscher Waidgerechtigkeit des § 1 Abs. 3 Bundesjagdgesetz (Pflicht zu rücksichtsvollem und den Nachbarfrieden nicht störenden Verhalten) ergibt sich aber, dass von der Befugnis zum Durchfahren eines fremden Jagdbezirks zwecks Zufahrt zum eigenen Revier nur bei Notwendigkeit oder erheblichen Abkürzungen und so schonend wie möglich Gebrauch zu machen ist. Ein beliebiger „Spähtrupp“ durch das Nachbarrevier ist daher nach meiner Auffassung ebenso unzulässig wie eine unnötig lange oder unnötig störende Durchquerung.

V. Ergebnis
1. Die Benutzung eines Feld oder Waldweges durch einen fremden Jagdbezirk als Zufahrt zum eigenen Revier ist erlaubt, wenn der Weg für land- und/oder  forstwirtschaftliche Zwecke oder für Anlieger freigegeben ist und keine wesentlichen Beeinträchtigungen (Störungen) des fremden Jagdausübungsrechts verursacht werden.
2. Aus dem Widmungszweck, dem Schikaneverbot und den Grundsätzen deutscher Waidgerechtigkeit ergeben sich aber Beschränkungen auf das Notwendige.
3. Die Regeln über den Jägernotweg finden keine Anwendung, da es mit dem Wald oder Feldweg einen zum allgemeinen Gebrauch bestimmten Weg zum Revier gibt.

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Gesamte Hegegemeinschaft Miltenberg schließt sich „Kirchzeller Modell“ an

Alle 19 Reviere in der Hegegemeinschaft Miltenberg dulden in ihrer Hege durchgehend revierübergreifende Nachsuchen. Am 15. April sagte der letzte Revierverantwortliche zu. Somit können die Gespanne der Nachsuchenstation Dreiländereck ohne vorheriges Einverständnis des Revierverantwortlichen an der Reviergrenze ihre Nachsuche durch alle Reviere fortsetzen. 

Die Nachsucheführer der Nachsuchenstation Dreiländereck erhalten einen auf ihren Namen gültigen Ausweis. In den Innenseiten sind die teilnehmenden Revierinhaber verzeichnet.

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Führungswechsel in der Hegegemeinschaft Miltenberg - Jagdberater a.D. Rudi Faber gewürdigt

Wenschdorf. Noch vor der Wahl wurden Gehörne und Streckenlisten unter den fachkundigen Augen Rudi Faber`s abgeglichen. Ein starker, ungerader 10er Bock erweckte die Aufmerksamkeit. Weitestgehend wurden die Gehörne sehr sorgfältig von den Revierverantwortlichen für die anstehende öffentliche Hegeschau vorbereitet.

Nach Begrüßung der Mitglieder, stellte sich Joachim Asmussen als neuer Mitpächter eines städtischen Eeigenjagdreviers der Hegegemeinschaft vor. Er baut auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit der Hegegemeinschaft, ebenso mit dem Inhaber des städtischen Eigenjagdreviers.

Versammlungsleiter Huber gab einen kurzen Einblick zur Rehwildstrecke der vorangegangenen drei Jagdjahre. In der Hegegemeinschaft wurden 1193 Stücke erlegt. Erfreulich war die Feststellung, dass 38% weniger Verkehrsunfallwild auf der Strecke blieb. 

Fast alle Revierverantwortlichen der Hegegemeinschaft entschieden sich an diesem Abend zur Duldung revierübergreifender Nachsuchen durch Nachsuchengespanne der Nachsuchenstation Dreiländereck. Der Grundstein hierzu wurde bereits 2019/2020 gelegt. Pandemiebedingt musste dieses wichtige Vorhaben leider auf Eis gelegt werden. Es schlossen sich bislang 16 von 19 Revieren dem „Kirchzeller Modell“ an.

Rudi Faber, der langjährige Jagdberater des südlichen Landkreises Miltenberg, wurde von der Hegegemeinschaft in den Ruhestand applaudiert. Faber war immer ein zuverlässiger und objektiver Berater. Er brachte sich stets mit seinen jagdfachlichen Kenntnissen und Erfahrungen bei Versammlungen ein. Die Hegegemeinschaft überreichte Rudi Faber als Dank und Würdigung seines langjährigen Einsatzes ein Präsent. Der Versammlungsleiter schloss die Versammlung und es wurde die Neuwahl vorbereitet. 

Jeweils einstimmig wurde Michael Steinbach zum 1. Vorsitzenden, Michael Huber zum 2. Vorsitzenden von der Hegegemeinschaft gewählt. Huber trat in die zweite Reihe zurück, um Interessenüberschneidungen in seiner Funktion als Jagdberater auszuschließen.

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Rudi Faber verabschiedet - Hegegemeinschaft Eichenbühl unter neuem Vorsitz

Bürgstadt. Die Hegegemeinschaft Eichenbühl hat am 1. April 2022 neue Vorsitzende gewählt. Nach sechsjährigem spannungsreichem Engagement für die Hegegemeinschaft, verzichteten Joachim Asmussen und Alfred Meixner auf eine weitere Amtszeit. Die Hegegemeinschaft wählte zu ihren neuen Vorsitzenden Ulrich Brauch und Bernhard Stegmann. Ab sofort führen sie die Geschicke der Hegegemeinschaft. Die Amtsvorgänger werden gewissenhaft und sorgfältig beide neu gewählten Amtsinhaber in ihr Amt einführen und stehen weiterhin der Hegegemeinschaft zur Seite.   

Einer Einladung zur Versammlung war die neue Leiterin der Veterinärbehörde Miltenberg, Frau Dr. Vanessa Schönenbrücher gefolgt. Neben einem Einblick über aktuelle Geschehnisse um die Afrikanischen Schweinepest teilte sie auch Ergebnisse zum Schwarzwild-Monitoring mit. Dr. Schönenbrücher lobte ausdrücklich den reibungslosen Ablauf in der Wild-Konfiskat-Sammelstelle Miltenberg, die von der Jägerschaft vorbildlich am Laufen gehalten wird.

Eine erfreuliche Initiative stellte das Hegegemeinschaftsmitglied Joschi Heller der Versammlung vor. Sein kleines Unternehmen fertigt aus Wollfilzen, Leder und anderen Naturprodukten nützliches Zubehör für Jägerinnen und Jäger. Das Repertoire umfasst neben wärmenden Filz-Kuscheldecken für Jagdhunde auch Ansitzfilze oder Gewehrfutterale und vieles mehr. Speziell Sonderwünsche können individuell hergestellt werden.

Mit Wehmut wurde an diesem Abend der langjährige Jagdberater Rudi Faber von der Hegegemeinschaft mit Applaus verabschiedet. Über ein Jahrzehnt hatte Faber als Jagdberater stets die Versammlungen der Hegegemeinschaft begleitet. Seine fachliche Qualifikation ist unumstritten. Gemeinsam mit Kilian Bundschuh, Willi Gotschy und dem neuen Jagdberater Michael Huber, glich er zum letzten Mal Streckenlisten mit dem Kopfschmuck erlegter Böcke der Hegegemeinschaft ab. 

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Die Veterinärbehörde Miltenberg teilt mit:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Afrikanische Schweinepest (ASP) rückt immer näher an Bayern und den Landkreis Miltenberg heran. Deshalb möchten wir Sie an das Wildschweinmonitoring, das in Bayern durchgeführt wird, erinnern, und auf eine Neuerung diesbezüglich hinweisen. Bitte informieren Sie auch Ihre Mitjäger.

1. Gesund erlegtes Schwarzwild

Seit 2016 werden in Bayern Blutproben von erlegten Wildschweinen, die von Jägern stichprobenmäßig genommen werden, auf Antikörper gegen Aujeszky und klassische Schweinepest untersucht. Ab 2022 werden diese Blutproben zusätzlich auch auf Viren der Afrikanischen Schweinepest untersucht. Daher müssen spätestens ab 15.01.2022 für diese Blutproben andere Röhrchen verwendet werden (sog. EDTA- Röhrchen). Zur Unterscheidung: diese haben keinen weißen sondern einen roten Verschluss. Wir bitten Sie auch weiterhin regelmäßig gesund erlegte Wildschweine zu beproben. Wir deponieren die neuen Röhrchen an den Konfiskatsammelstellen und an beiden Trichinenabgabestellen, außerdem werden diese natürlich im Veterinäramt ausgegeben. Dort erhalten Sie ebenfalls die Untersuchungsanträge (siehe Anhang); diese können aber auch auf der Webseite des Veterinäramtes

  https://www.lgl.bayern.de/downloads/tiergesundheit/doc/untersuchungsantrag_wildschwein_monitoring.pdf

heruntergeladen werden. Die Proben bitte anschließend im Veterinäramt abgeben.

2.Verendete oder gesundheitlich auffällig erlegtes Schwarzwild

Wildschweine, die verendet gefunden werden, die als offensichtlich krank erlegt werden oder bei denen Sie bedenkliche Merkmale finden, müssen auf ASP untersucht werden. Dies gilt auch für offensichtlich verunfallte Tiere. Dafür liegen Tupferproben an oben genannten Stellen aus. Es gilt der gleiche Untersuchungsantrag wie unter 1.

Bitte beproben Sie jedes tot aufgefundene Wildschwein, sowie alles Schwarzwild mit bedenklichen Merkmalen.

Der Aufwand hält sich bei ca. 30 Tieren pro Jahr im gesamten Landkreis für den Einzelnen in Grenzen. Bitte legen Sie sich Tupfer ins Auto! Für jede Probe wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20,00 € vom LGL über den Bayerischen Jagdverband bezahlt.

Sollten Sie Fragen haben, können Sie sich gerne beim Veterinäramt melden.

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Wild-Konfiskat-Sammelstelle Miltenberg - 110.000 Kilo angeliefert

In unsere Konfiskat-Sammelstelle wurden seit Beginn ihrer Eröffnung 110 Tonnen an nicht verwertbarem Entsorgungsmaterial verbracht. Im Wesentlichen handelte es sich um Entsorgungsmaterial von Schwarzwild. Durch die stetig steigenden Anlieferungsmengen wird unsere Sammelstelle nunmehr zweimal per Woche angefahren und die Konfiskattonnen geleert.

Bitte beachten Sie, dass keine Wildkörper über 20 kg in die Sammelstelle verbracht werden sollen. Ebenso keine Wildkörper oder Teile hiervon, die bereits durch Madenbefall kontaminiert sind. Diese sind gemeinwohlverträglich zu entsorgen oder können bei der ztn in Hardheim während den Öffnungszeiten abgegeben werden.

Das ist ebenfalls zu beachten:

Grundsätzlich darf der Aufbruch erlegter Wildtiere in der Natur verbleiben, außer es handelt sich um krankes oder krankheitsverdächtiges Wild. Bei infizierten Tieren besteht eine Beseitigungspflicht. Wurde das Wildtier im Revier erlegt und dort aufgebrochen, darf der Aufbruch in der Natur zurückgelassen werden. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Überreste gemeinwohlverträglich sind und es zu keiner Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kommt. Es wird darauf hingewiesen, dass es unzulässig ist, das Wild zu Hause aufzubrechen und den Aufbruch dann zurück ins Revier zu bringen. Sobald außerhalb des Reviers aufgebrochen wird, gilt der Aufbruch als Abfall und muss auch als solcher entsorgt werden, z. B. in der Biotonne.

Den exakten Wortlaut können Sie dem „Merkblatt Beseitigung von Wild nach dem Tierische Nebenprodukterechtnachlesen des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz“ entnehmen:

https://www.oberallgaeu.org/fileadmin/eigene_dateien/datei_upload/Merkblatt_Wildbeseitigung_nach_TNP-Recht.pdf

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Wildfleisch ist nicht gleich Wildfleisch - Wildbret von wildlebenden Tieren und Gehegewild

Um eine Abgrenzung von Wildbret und Fleisch von Schlachtvieh zu erreichen, stellte sich der EUROPÄISCHE GERICHTSHOF (1973) die Frage, wie der Begriff „Wild“ auszulegen sei:

„In erster Linie ist Wild mit „wildlebend“ zu charakterisieren, da es dadurch eine Abgrenzung zum Begriff „Haustier“ kennzeichnet. Wildlebend sind in diesem Sinne alle Tiere, die sich in natürlicher Freiheit und sich daher nicht unter der Gewalt des Menschen befinden. Außerdem ist darauf zu achten, ob das Tier durch die Jagd erlegt worden ist oder nicht [EG 149/73]“.

Problematisch ist die Abgrenzung zwischen Wild aus freier Wildbahn und Gehegewild (Gatterwild). Gehegewild lebt nicht in natürlicher Freiheit. Es ist den landwirtschaftlichen Nutztieren gleichgestellt und hat somit einen Besitzer. Es wird nicht gejagt, sondern meist in Großgehegen gehalten und mit dem Bolzenschussgerät getötet. Hieraus ergibt sich eine völlig andere Voraussetzung als beim Naturprodukt Wild [HURLIN UND SCHULZE, 2007]. 

Somit umfasst der Begriff Wildfleisch alle zum Verzehr geeigneten Teile von Wild. Wildbret bezeichnet das Fleisch der in unserer Landschaft lebenden jagdbaren Tiere [VO (EG) 853/2004]. Es umfasst nicht das Fleisch von Gehegewild (Gatterwild), das die Gewinnung von Wildbret gemäß der Voraussetzung nach der nach der EG-Verordnung 853/2004 des europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf […] den tierischen Ursprung eingehalten werden müssen.

Quelle: Birgit Monika Zelinka (Stud. 2012 Mag.rer.nat.

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Link: www.Nachsuchenstation-Dreilaendereck.de

"Für gelebten Tierschutz und Weidgerechtigkeit"

Über die Nachsuchehotline 0171 / 632 1318 erreichen Sie einen Ansprechpartner, erfahren Sie noch mehr unter www.nachsuchenstation-dreilaendereck.de, diese Website ist derzeit im Aufbau


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Lust auf Wilderzeugnisse von registrierten regionalen Wildkammern? Informationen erhalten Sie von den Hegegemeinschaften Eichenbühl, Miltenberg und Kirchzell.

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