Information an alle Jägerinnen und Jäger im Landkreis Miltenberg:

Manöver und Übungen der Bundeswehr

Die Begrenzungspunkte des beübten Raumes betrifft auch den Landkreis Miltenberg. Durchführung einer Truppenübung in der Zeit vom 29. Oktober bis 31. Oktober 2019. Übungsanmeldung einer Einheit der XII. Inspektion, Infanterieschule (Hammelburg).

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Unser Wald in Zahlen

Keine Frage, unser Wald leidet. Neben den Negativschlagzeilen der letzten Monate gibt es aber auch Sensationen um den Wald in unserer Region

So steht der höchste Baum Bayerns in Churfranken: Mit über 60 Metern Höhe wurden im Spessart insgesamt vier Douglasien gescannt. Die höchste erreicht 63,33 Meter und steht im Staatswald des Forstbetriebs Rothenbuch, in einem Seitental des Mains in der Gemeinde Collenberg. Der zweithöchste Baum ist ebenfalls eine Douglasie, sie steht 25 Kilometer entfernt im gemeindefreien Gebiet Forst Lohrerstraße und ist nur 2 cm niedriger. Auch die bislang als höchster Baum Bayerns geltende Douglasie wächst im Spessart, ist jedoch einen ganzen Meter kleiner und besetzt damit den dritten Platz.

Mit einem Alter zwischen 105 und 108 Jahren, einem Brusthöhendurchmesser von 98,5 cm geht der Titel des „höchsten Baumes Bayerns“ derzeit nach Unterfranken. Die Douglasie hat ihre Heimat an der Westküste Nordamerikas, wo sie Höhen bis zu 90 Meter, manchmal auch darüber, erreichen kann. In Bayern wird die Nadelholzbaumart seit ca. 120 Jahren angebaut, ist jedoch aktuell nur mit 1 % an der Baumartenzusammensetzung beteiligt. Beim Waldumbau ist sie als Mischbaumart auf geeigneten Standorten eine gute Alterative, zum Beispiel dort, wo die heimischen Nadelhölzer Fichte und Kiefer durch den Klimawandel an ihre Grenzen kommen.

Die größten Stadtwälder in Bayern - Unser Stadtwald Miltenberg rangiert auf Platz 4

Schon an vierter Stelle rangiert unser Stadtwald Miltenberg mit rund 3.000 ha, gefolgt von Lohr, Alzenau und Amorbach (2.661 ha). An erster Stelle steht der Augsburger Stadtwald mit rund 7.679 ha, gefolgt von München und dem Lohrer Stadtwald. Überhaupt ist unser Bayernland mit Waldreichtum gesegnet. Kein anderes Bundesland verfügt über so viel grüne Lungen. Unser „Freistaat Bayern“ ist mit ca. 778.000 ha der mit Abstand größte einzelne Waldbesitzer Deutschlands. Die Bayerischen Staatsforsten bewirtschaften mit ihren rund 2.700 Beschäftigten 11,4% der Landesfläche. In Bayern befindet sich mehr Wald in Landesbesitz, als in Hessen (No. 2) und Niedersachsen (No. 3) zusammen.

Dabei ist der Anteil des Landeswaldes an der gesamten bayerischen Waldfläche mit 29,8% noch nicht einmal besonders hoch, sondern liegt recht nah am bundesdeutschen Durchschnitt (29,0%). Aber mit 2,6 Mio. ha ist Bayern einfach das mit Abstand größte Waldland Deutschlands. Mehr als ein Fünftel (22,8%) des bundesdeutschen Waldes ist bayerisch. Unter dem Aspekt der Wald-Besitzstruktur ist Landeswald auch deswegen interessant, weil jede Entscheidung hier deutlich weitreichendere Folgen besitzt, als wenn der größte private Waldbesitzer, oder der größte kommunale Waldbesitzer etwas beschließt. Dreht Bayern oder Hessen an der Holzpreisschraube, dann knirscht es im Gebälk.

Die Bedeutung des bayrischen Waldes wird deutlich, wenn man den Privatwald betrachtet. Bayrische Privatwald-Besitzer bewirtschaften absolut gesehen mehr Wald, als das flächenmäßig zweitgrößte „Waldland“ Baden-Württemberg insgesamt aufweist.

Die größten Privatwaldbesitzer

Die größten deutschen Privateigner von Wald sind mit Ausnahme der Constantia Forst GmbH, der Bofrost-Stiftung und der Blauwald GmbH allesamt Adelsfamilien. Kleine Randbemerkung: Die deutsche „No.1“, die Thurn und Taxis, würde in Österreich gerade einmal Platz 5 belegen. Von einem Vergleich mit dem größten privaten Waldeigentümer in Europa abgesehen, die Elchjäger unter uns haben dort vielleicht schon gejagt: Die Svenska Cellulosa Aktiebolaget kurz „SCA“ (Tempo, Zewa, Danke etc.) aus Schweden besitzt 2,6 Mio. ha. Das entspricht dem 130-fachen der Waldfläche derer zu Thurn und Taxis.

Zum Vergleich: Der gesamte Waldbestand des Freistaates Bayern umfasst ebenfalls 2,6 Mio ha. Thurn und Taxis verfügen mit knapp 20.000 ha über den größten Privatwaldbesitz in Deutschland.

Christian Erbprinz zu Fürstenberg, sein Waldbesitz umfasst ca. 18.000 ha. Zwei Drittel der Waldflächen befinden sich im Schwarzwald. Er besitzt darüber hinaus Wälder in Kanada und Österreich. Die preußischen Hohenzollern verwalten 15.000 ha, davon entfallen 12.800 ha auf das Bundesland Baden-Württemberg und 2.200 ha auf Bayern. Unsere regionalen Fürstenhäuser haben auch viel zu bieten. Das Fürstlich-Löwenstein’sche Forstamt bewirtschaftet im Spessart (Forstamt Einsiedel) und im Odenwald (Forstamt Hainhaus) eine Waldfläche von ca. 7.000 ha. Die Fürstlich Löwenstein-Wertheim-Freudenberg’sche Verwaltung notiert 4.448 ha fürstliche Wälder. Schaut man nach Erbach in die Gräflich-Erbach-Fürstenauische Verwaltung, bewirtschaftet der Forstbetrieb dort eine Gesamtfläche von 4.250 ha, davon 4.212 ha Forstbetriebsfläche. Die familieneigenen Flächen liegen zu 100 Prozent im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald.

Waldwert ermitteln

Stand 2018. Wenn man einen verkaufswilligen Waldbesitzer gefunden hat, steht die Frage des Waldwertes im Raum. Der Regelfall ist, dass auch der Waldverkäufer nicht weiß, was sein Waldstück wirklich wert ist. Der Grund ist dem Umstand geschuldet, dass Wald sehr selten gehandelt wird, es fehlen Erfahrungswerte. Zudem ist Wald meist seit Generationen im Familienbesitz. Der aktuelle Besitzer hat das Waldstück meist nicht gekauft, sondern geerbt. Selbst wenn tatsächlich einmal der Wert eines Waldstücks abgeschätzt wurde, ist dieser Wert Jahre später durch variieren von gestiegene Boden- oder gefallenen Holzpreisen oder dem Holzzuwachs neu zu taxieren.

Verkaufsverhandlungen sollten immer vom Waldwert ausgehen. Der Waldwert setzt sich aus dem Bodenwert und dem Wert für den Waldbestand bzw. Holzbestand zusammen. Da Laien kaum über Erfahrungswerte verfügen dürften, sollte man hier unbedingt die Hilfe eines Fachmannes hinzuziehen. Man kann beim zuständigen Forstamt auch über fremde Waldgrundstücke ein sogenanntes Wertermittlungsgutachten in Auftrag geben. Das forstliche Gutachten wird von einem qualifizierten Forstbeamten erstellt und folgt den gesetzlich vorgegebenen Waldbewertungsrichtlinien. Bei der Ermittlung des Verkehrswertes wird aus dem Boden- und dem Bestandswert nach dem sogenannten Alterswertfaktorenverfahren unter Berücksichtigung objektspezifischer Zu- und Abschläge der Verkehrswert hergeleitet. Hierzu werden Lage, Zustand, Nutzungsmöglichkeiten, Erreichbarkeit und Befahrbarkeit der Fläche sowie Baumarten, Alter, Leistungsfähigkeit und Güte des Bestandes herangezogen bzw. eingeschätzt.

Aber Vorsicht

Diese Waldwertgutachten fallen regelmäßig zugunsten des Waldverkäufers aus. Wenn der Förster den Wert des Holzbestandes ermittelt hat, ist das natürlich nicht falsch. Aber man kauft ein Waldstück ja nicht um es danach gleich  vollständig abzuholzen. Nur so könnte der Im Gutachten ermittelte Wert des Holzes am Markt auch realisiert werden. Wenn man, wie in der Praxis üblich, immer nur einen Teil des Holzes entnimmt, muss man mit Mindermengenabschlägen rechnen und trägt im Zeitverlauf auch das Risiko von Sturmschäden. Dann kostet das Aufarbeiten des Holzes mehr und die Erlöse sinken mit den niedrigen Holzpreisen nach einem Sturm.

Die Nebenkosten eines Waldkaufs (ca. 10% vom Kaufpreis) werden ebenfalls nicht in einem Waldwertgutachten berücksichtigt. Wer Wald also nach dem Wert eines Gutachtens bezahlt, kauft tendenziell zu teuer. Keine allgemeingültigen Waldpreise: Vorsicht vor Pauschalaussagen wie „Fichtenwald kostet rund 1,00 €/m²“. Die regionalen Unterschiede sind in Deutschland riesig! Wald in der Nähe von Ballungszentren ist generell teurer als „inmitten der Pampa“. Süddeutschland hat tolle Wälder, aber allgemein auch abstrus hohe Waldpreise. Wenn in Bayern tatsächlich einmal ein Waldstück zum Verkauf steht, sind 6,00- 8,00 €/m² (2018) inzwischen keine Seltenheit mehr. Mit dem Holzwert sind solche Preise nicht zu rechtfertigen, denn für z.B. Fichtenholz bekommt ein Waldbesitzer in Bayern auch nicht mehr, als in Rheinland-Pfalz. In den neuen Bundesländern hat die Treuhand mit den seinerzeit zu Tiefstpreisen verschleuderten Flächen die Waldpreise auf Jahrzehnte belastet. Hier bekommt man veritablen Wald immer noch zum „Schnäppchenpreis“. Windwurfgefährdete Flächen mit der falschen Ausrichtung kosten weniger, als windgeschützte Lagen mit der perfekten Ausrichtung. etc. etc.

Holzbestand mit dem größten Preishebei

Grundsätzlich sollte man sein Augenmerk auf den Holzbestand eines Waldstückes legen. Dann kann man nie groß danebenliegen. Wenn man den Bodenwert z.B. mit 0,30 €/m² ansetzt, obwohl 0,25 €/m² der richtige Wert gewesen wären, hat man zwar 20% zu viel angesetzt, aber auf einen Hektar betrachtet (10.000 m²) macht das gerade einmal 500 € aus. Verschätzt man sich aber beim Holzbestand und nimmt an, dass z.B. ein Fichtenwald 300 fm/ha Holz hat, obwohl es nur 250 fm/ha sind, hat man zwar wieder 20% danebengelegen, aber der Wert der Differenz von 50 fm Fichtenstammholz liegt aktuell abzüglich aller Ernteverluste sowie Ernte- und Rückekosten bei rund 2.500-3.000 €.

Fortsetzung folgt

Quelle: Waldwissennet; AFZ; forstpraxis; AFZ-DerWald; proWALD;

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++++ Im Hallgartener Wald (Hessen) kam es zu einem schweren Unfall. Bei Revierarbeiten war Jäger von Leiter gestürzt. Wie die Feuerwehr berichtet, habe der Jäger großen Ast absägen wollen. Dabei riss ihn der herabfallende Ast von der Leiter. Aus einer Höhe von vier Meter stürzte der Mann in die Tiefe und verletzte sich dabei schwer ++++ In Sachsen hat sich ein Mann mit dem West-Nil-Virus infiziert. Es ist der erste, durch Mücken übertragene, Fall in Deutschland ++++ Aufgrund zwei erschossener Hunde musste sich ein Jäger aus Bayern vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten. Der Jäger hatte 2018 zwei Mischlingshunde in seinem Revier erschossen. Er gab an, dass er sie beim Wildern erwischt hätte. Wie das Amtsgericht in einer Pressemitteilung angibt, sei der eine Hund sofort verendet. Als der Weidmann und die Hundebesitzerin bei den Hunden eintrafen, stellten sie fest, dass der zweite Hund noch am Leben war. Vor den Augen der Tierhalterin gab der Jäger dann einen weiteren Schuss auf den Hund ab, um ihn zu erlösen. Die Hundebesitzerin erlitt daraufhin einen Schock und musste sich übergeben, so das Gericht weiter. Hunde befanden sich bereits auf dem Rückweg. Gegen einen erlassenen Strafbefehl in Höhe von 3.300 Euro (55 Tagessätze zu je 60 Euro) hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt. Daher stand er nun wegen Sachbeschädigung in Tateinheit mit strafbarer Tiertötung mit fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht. Das Gericht sprach den Jäger nun schuldig und verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 50 Euro. Im Gegensatz zum vorherigen Strafbefehl würde der Jäger bei dieser Strafhöhe seinen Jagdschein verlieren, sollte das Urteil rechtskräftig werden. Nach Überzeugung des Gerichts, hatten die beiden Hunden zwar einen Hasen gewildert, seien aber zum Tatzeitpunkt bereits auf dem Rückweg zum Hof der Besitzerin gewesen. Wie merkur.de berichtet, habe der zuständige Richter Roland Fink bei seiner Urteilsverkündung betont, dass Hunde nach dem Jagdrecht nur unmittelbar in dem Moment getötet werden dürften, wenn sie gerade dem Wild nachstellen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig ++++ Quelle: Jagderleben: BJV - Neuer Wirtschaftsprüfer & Misstrauensvotum gegen Landesjagdpräsident Vocke und Landesjustiziar Greeske - die stürmischen Zeiten beim BJV halten an ++++ Im Oktober sterben die meisten Rehe, Hirsche und Wildschweine auf deutschen Straßen. Besonders gefährlich wird es in der Morgendämmerung zwischen 6 und 8 Uhr. Über das Jahr hinweg kommen Rehe am häufigsten unter die Räder – mit 41 Prozent der Unfälle ++++

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Großer Andrang beim Anschussseminar der Churfrankenjäger

Bei Kaiserwetter trafen sich am 21.September über 40 Interessierte zu einem Anschussseminar in der Hegegemeinschaft Miltenberg im Höhenort Wenschdorf.

Die Initiative ein Anschussseminar für Jägerinnen und Jäger im südlichen Landkreis Miltenberg auszurichten, ergriff Forstamtrat Ferdinand Hovens vom staatlichen Forstamt Miltenberg. Hovens konnte für das Seminar den renommierten Nachsucheexperten Christian Schäfer aus Adelsheim gewinnen. Schäfer ist Schweißhundeführer und erster Richterobmann vom Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde.

 

Foto privat: Die Teilnehmer am Anschussseminar im Stadtwald Miltenberg

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Hegegemeinschaft Miltenberg wurde dieses Seminar vorbereitet. Die Hegegemeinschaften Eichenbühl und Kirchzell nahmen mit Mitgliedern und ihren Vorsitzenden Alfred Meixner und Peter Hennig teil. Nicht zuletzt im Kontext mit der Initiative der Hegegemeinschaft Kirchzell „Wildfolge über Reviergrenzen hinweg“, fand diese Idee, ein Anschussseminar auszurichten und daran teilzunehmen sofort großen Zuspruch.


Nach der Begrüßung durch den Hegegemeinschaftsleiter Michael Huber fand der theoretische Teil mit einer beeindruckenden Power-Point-Präsentation im Gasthaus zum Hirschen in Wenschdorf statt. Mit einer imponierenden Fachkenntnis und seiner einschlägigen und vielseitigen Erfahrung begeisterte Schäfer die Anwesenden. Nach gemeinsamem Mittagstisch begaben sich alle Teilnehmer zum praktischen Teil in den Stadtwald Miltenberg.


Foto privat: Teilnehmer lokalisieren und definieren ein Pirschzeichen

Dieses Gemeinschaftsprojekt zwischen dem staatlichen Forstamt Miltenberg und der Hegegemeinschaft Miltenberg wurde durch die Stadt Miltenberg von Beginn an unterstützt. Im Stadtwald Miltenberg waren alle Teilnehmer gefordert, aufwändig vorbereitete Pirsch- und Schusszeichen auf einem eigens hierfür vorbereiteten großen Parcours zu lokalisieren und zu definieren. Die Arbeit nach dem Schuss und die Kenntnis darüber, wie jede Jägerin und jeder Jäger gesetzeskonform handeln muss, standen ebenso im Fokus wie die Gefahren, die oftmals hinter einer Brombeerhecke stecken können. Unterstützt wurde Schäfer vom ortsansässigen Nachsucheführer Bodo Ballmann aus Kirchzell. Beeindruckend waren die hilfreichen Tipps und Tricks, die beide Experten an die Teilnehmer weitergaben. Auch über das Verhalten bei lebensbedrohlichen Situationen wurde ausgiebig referiert.


„Der Tierschutz steht dabei an oberster Stelle“ so Schäfer, „er endet für uns Nachsucheführer nicht im Raps und den Brombeerhecken, wir gehen da rein und müssen zum Stück gelangen


Zum Seminarende nahm Hovens vom staatlichen Forstamt in seinen Schlussworten noch einmal den Tierschutzgedanken auf. Er habe Hovens bewogen, ein Anschussseminar nach Miltenberg zu holen und auszurichten. Den Förstern der staatlichen Forstverwaltungen ist auch der Tierschutz eine Herzensangelegenheit. Die gesetzlichen Vorgaben verlangen in der heutigen Zeit ein hohes Maß an ökologischem Verständnis und verantwortungsbewusstem Handeln von den Jägerinnen und Jägern. Eine Grundvoraussetzung für jagdlichen Erfolg ist, das Jagdhandwerk zu beherrschen.


Hovens machte deutlich: Um die Zukunft des Wildlebensraums Wald zu sichern, unterstützt die Bayerische Forstverwaltung die Jagdausübungsberechtigten als Ansprechpartner in allen Fragen rund um Wald und Wild. Nur wenn sich Waldbesitzer, Landwirte, Jäger und Förster als starke Partner verstehen und gemeinsam nach Lösungen suchen, können die riesigen bevorstehenden klimatischen Herausforderungen bewältigt werden. An erster Stelle steht hier der Waldumbau von Nadelholzreinbeständen.


Nur stabile und artenreiche Mischwälder können die unverzichtbaren Leistungen des Waldes für die Gesellschaft dauerhaft sicherstellen. Mischwälder bieten aber auch attraktive und vielfältige Lebensräume für unsere heimischen Wildtiere, fuhr Hovens weiter aus. Hier sind wir Jägerinnen und Jäger sehr gefordert. Die Bejagung von Schalenwild wird eine besondere Rolle spielen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Waldumbau ist ein waldverträglicher Wildbestand. Forstamtrat Hovens weiter:


„Nur mit dem jagdlichen Engagement von Ihnen allen ist es möglich, den Wald mit zukunftsfähigen Baumarten zu verjüngen“


Beispielhaft schilderte Hovens die fruchtbare Zusammenarbeit der Hegegemeinschaften Miltenberg, Eichenbühl und Kirchzell mit dem staatlichen Forstamt Miltenberg ausdrücklich.



Foto privat: Links Ferdinand Hovens mit Christian Schäfer zum Seminarende.

Abschließend bedankte sich Hovens bei dem Nachsucheexperten Schäfer für dessen erstklassige „Lehrstunden“ im Stadtwald Miltenberg. Es mache ihm immer wieder Freude, sich mit solch einem hochrangigen Experten auszutauschen. Als Dankeschön und zur Verabschiedung überreichte Hovens dem Seminarleiter Schäfer einen Präsentkorb mit erlesenen regionalen Wildspezialitäten von den teilnehmenden Churfrankenjägern. Schäfer wurdeauch mit anhaltendem Applaus aller Anwesenden für das gelungene Seminar gedankt. 

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Die Trichinenuntersuchungsstelle in der Praxis der amtlichen Tierärztin Gaby Horn, Hardtring 85, 63785 Obernburg schließt bedauerlicherweise zum 01. August 2019. Für den nördlichen Landkreis wurden nunmehr folgende Möglichkeiten geschaffen, die Proben ab 01. August 2019 abzugeben:

Beim Landratsamt Obernburg, Bürgerservice, zu den Öffnungszeiten: Montag und Dienstag 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Mittwoch 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr, Donnerstag 8:00 Uhr bis 16:00 Uhr, Freitag 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr.

In der Mittagszeit von 12:00 Uhr bis 13:00 Uhr erfolgt keine Annahme der Trichinenproben.

Alternativ direkt bei der Trichinenuntersuchungsstelle Frau Claudia Sellinger, Abgabe in der Tierarztpraxis Meinunger/Wölfelschneider, Bischofstraße 31 in Miltenberg. Auch hier sind die Öffnungszeiten zu beachten:

Montag bis Freitag 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr, Mo., Di., Do. und Fr. 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr und Samstags 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr.

Bei einer Abgabe von mehr als 10 Proben sind diese immer direkt an die Trichinenuntersuchungsstelle Frau Claudia Sellinger in Miltenberg zu verbringen. Bitte melden Sie sich bei diesen höheren Stückzahlen zuvor telefonisch an unter 0171/8096138 oder Praxistelefon 09371/8652. 

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Trichinenprobeentnahme - Fortbildung für Jägerinnen und Jäger

Schulung am Donnerstag, den 24. Oktober 2019 im Sitzungssaal des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis in Tauberbischofsheim. Haus IV, 4. Stock, Gartenstraße 2a. Parkplätze sind im Hof des Landratsamtes Gartenstraße 1 verfügbar. Es handelt sich um die Übertragung hoheitlicher Aufgaben durch das Landratsamt. Voraussetzung für die Beauftragung ist neben einem gültigen Jagdschein auch die Teilnahme an dieser Schulung zur Entnahme und Kennzeichnung von Trichinenproben.

Anmeldungen für die Schulung nimmt das Veterinäramt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis in Bad Mergentheim unter der Telefonnummer 07931/4827-6253 entgegen.

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Lust auf Wilderzeugnisse von registrierten regionalen Wildkammern? Informationen erhalten Sie von den Hegegemeinschaften Eichenbühl, Miltenberg und Kirchzell.