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Ausgangssperre gilt nicht für Jäger bei Jagd auf Schalenwild 

29.04.2021 |In einem Rundschreiben an die obersten Jagdbehörden der Bundesländer hat das Bundeslandwirtschaftsministerium (in Abstimmung mit dem Innen- und dem Gesundheitsministerium) bestätigt, dass die Einzeljagd auf Schalenwild auch dort zulässig ist, wo eine nächtliche Ausgangssperre nach dem Infektionsschutzgesetz besteht.

Die Bundesministerien machen sich damit die Auffassung zu eigen, die bereits im Gesetzgebungsverfahren zahlreiche Abgeordnete vertreten hatten: "Angesichts der grundlegenden Bedeutung der Jagd für die Prävention und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sowie den Schutz der land- und forstwirtschaftlichen Kulturen und des Gemüse- und Weinbaus vor Wildschäden auf den Flächen der land- und forstwirtschaftlichen Eigentümer stellt die Ansitz- oder Pirschjagd auf Schalenwild in der Zeit der Ausgangssperre einen gewichtigen und unabweisbaren Zweck dar", zitiert der Landesjagdverband NRW aus dem Brief.

Damit ist nunmehr klar, dass die Jagd - insbesondere auf Schwarzwild, aber auch auf anderes Schalenwild - auch dann möglich ist, wenn eine nächtliche Ausgangssperre aufgrund des kürzlich geänderten Infektionsschutzgesetzes gilt.

Bereits im Gesetzgebungsverfahren hatte sich der Deutsche Jagdverband (DJV) für eine entsprechende Regelung eingesetzt. Im Gesetzgebungsverfahren wurde die Auffassung des Gesetzgebers zur Jagd deutlich - nämlich, dass die Jagd auf Schalenwild in der Regel unter die generelle Ausnahmeklausel in § 28b des Infektionsschutzgesetzes fällt.

Dennoch gab es im Anschluss bei vielen Jägern Unsicherheit, was nun erlaubt ist. Auch bei vielen Jagdbehörden war das der Fall. Diese Unsicherheiten sind nun mit der Klarstellung der Ministerien ausgeräumt.

Der DJV weist in diesem Kontext darauf hin, dass im Zusammenhang mit der Jagd auch weitere Ausnahmen gelten: Das Gesetz sieht nämlich (ausdrücklich) vor, dass eine Ausnahme auch für die Versorgung von Tieren gilt. Dazu zählen auch die Nachsuche, etwa nach einem Verkehrsunfall, oder die Kitzrettung vor der Mahd - beides ist schon aus Tierschutzgründen erforderlich.

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Neues Jagdjahr: Neue Revierverantwortliche Jäger in der Hegegemeinschaft Miltenberg

Zum neuen Jagdjahr wünschen wir allen Jägerinnen und Jäger einen guten Start und eine sichere Hand. Herzlichen Glückwunsch an beide neuen Revierverantwortliche im GJR Reichartshausen und dem neuen Revierverantwortlichen für das EJR Miltenberg 9 Ost. Die neuen Revierverantwortlichen standen schon zuvor in engem Kontakt mit den angrenzenden Revierpächtern. Jagdstrategien werden im großen Rahmen gemeinschaftlich umgesetzt.

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Es finden zur Zeit keine öffentlichen Hegeschauen statt

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Nie dagewesene Freizeitaktivitäten bringen Waldtiere in Gefahr 

Jeder noch so abgelegene Wald- und Feldzipfel in der Natur wird seit Ausbruch der Pandemie oft gedankenlos durchlaufen oder mit Mountainbikes durchfahren. Einige Mountainbiker benutzen sogar Wildwechsel als Abenteuer-Pfad oder durchfahren als Night-Rider mit Stirnlampen unsere Wälder. Rehe beispielsweise verenden mit vollen Mägen, da sie durch ständiges Aufmüden keine Ruhe finden ihre Nahrung im Zyklus von 12 Stunden wiederzukäuen.

Alle Waldtiere leiden unter diesem exorbitanten Besucheransturm, denn deren Lebensraum wird dadurch massiv gestört. Mit den Ausflüglern kommen auch die freilaufenden Vierbeiner überall mit, jetzt zur Brut und Setzzeit ein weiteres Fiasko für Waldtiere.

Alle Tier- und Naturschützer sind angehalten mit uneinsichtigen Freizeitlern in einen Dialog zu treten. Erklären Sie den „Lebensraum Wald & Feld“ und wie Waldtiere ticken. Wald- und Feldbesucher mögen auf den befestigten Waldwegen bleiben und ihre Vierbeiner immer angeleint ausführen. Machen Sie den Waldbesuchern deutlich, dass gerade mit Einbruch der Dämmerung das Leben vieler Waldtiere erst beginnt. ...............................................................................................................................

Nachsuche ohne brauchbaren Jagdhund - Jäger verliert Jagdschein

Jagd vorbei. Ein Jäger aus Schleswig-Holstein setzte nach einer Drückjagd keinen brauchbaren Jagdhund zur Nachsuche ein. Der eingesetzte Kleine Münsterländer galt für die Stöber- und Nachsuchearbeit als nicht brauchbar. Der Jäger hatte keinen brauchbaren Jagdhund zur Nachsuche auf Schalenwild eingesetzt. Betreffender Jäger agierte als Jagdleiter einer „revierübergreifenden Ansitzdrückjagd“. Für eventuell anfallende Nachsuchen stand allerdings kein geprüftes Gespann vor Ort oder in Bereitschaft zur Verfügung.
Während dieser Drückjagd wurde mindestens ein Stück Schwarzwild angeschossen. Jedoch veranlasste der Jagdleiter keine umgehende Nachsuche mit einem brauchbaren Hund. Auch organisierte er keine „fachgerechte Nachsuche“ am Folgetag, so das Verwaltunsggericht. Dies stellt einen Verstoß gegen § 22 a Bundesjagdgesetz (BJagdG) dar. Stattdessen suchte er zwei kranke Wildschweine mit seiner Kleinen Münsterländer-Hündin nach. Die Hündin stamme laut dem Beschluss zwar „aus einer leistungsgeprüften Zucht“, entspricht aber nicht einem brauchbaren Jagdhund im Sinne des § 27 Abs. 1 Landesjagdgesetz Schleswig-Holstein (LJagdG), da sie ausschließlich eine Jugendprüfung nachzuweisen hat.
Nachsuche nach Wildunfall: Jäger soll Bußgeld zahlen
Ebenso wären die Nachsuchen aus Sicht des Gerichts erfolglos geblieben, da der Jäger keine Wildfolge mit den angrenzenden Jagdrevieren vereinbart und somit „kein Betretungsrecht hatte“, heißt es weiter. Entgegen der Wildfolgeregelung laut § 23 LJagdG (Schleswig-Holstein) habe der Jäger zudem das Überwechseln der kranken Stücke nicht unverzüglich einem Jagdausübungsberechtigten des Nachbarreviers mitgeteilt.
Aufgrund der Verstöße gegen das Landesjagd- und Bundesjagdgesetz hielt das Verwaltungsgericht am Beschluss fest den Jagdschein zu entziehen. Erschwerend hinzu kam, dass der Jäger bereits mehrfach krankes Schalenwild, statt mit einem brauchbaren Hund mit seiner Münsterländer Hündin nachgesucht habe. Zudem sei "eigentlich zu erwarten, dass der Antragsteller die jagdrechtlichen Regelungen befolgt", da er ehemaliger Vizepräsident des Landesjagdverbandes ist.

Quelle: Jagderleben 02.03.2021 von Eva Grun
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Informationen zur Jagdausübung während der Pandemie

https://www.wildtierportal.bayern.de/corona

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Wildfleisch ist nicht gleich Wildfleisch - Wildbret von wildlebenden Tieren und Gehegewild

Um eine Abgrenzung von Wildbret und Fleisch von Schlachtvieh zu erreichen, stellte sich der EUROPÄISCHE GERICHTSHOF (1973) die Frage, wie der Begriff „Wild“ auszulegen sei:

„In erster Linie ist Wild mit „wildlebend“ zu charakterisieren, da es dadurch eine Abgrenzung zum Begriff „Haustier“ kennzeichnet. Wildlebend sind in diesem Sinne alle Tiere, die sich in natürlicher Freiheit und sich daher nicht unter der Gewalt des Menschen befinden. Außerdem ist darauf zu achten, ob das Tier durch die Jagd erlegt worden ist oder nicht [EG 149/73]“.

Problematisch ist die Abgrenzung zwischen Wild aus freier Wildbahn und Gehegewild (Gatterwild). Gehegewild lebt nicht in natürlicher Freiheit. Es ist den landwirtschaftlichen Nutztieren gleichgestellt und hat somit einen Besitzer. Es wird nicht gejagt, sondern meist in Großgehegen gehalten und mit dem Bolzenschussgerät getötet. Hieraus ergibt sich eine völlig andere Voraussetzung als beim Naturprodukt Wild [HURLIN UND SCHULZE, 2007]. 

Somit umfasst der Begriff Wildfleisch alle zum Verzehr geeigneten Teile von Wild. Wildbret bezeichnet das Fleisch der in unserer Landschaft lebenden jagdbaren Tiere [VO (EG) 853/2004]. Es umfasst nicht das Fleisch von Gehegewild (Gatterwild), das die Gewinnung von Wildbret gemäß der Voraussetzung nach der nach der EG-Verordnung 853/2004 des europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf […] den tierischen Ursprung eingehalten werden müssen.

Quelle: Birgit Monika Zelinka (Stud. 2012 Mag.rer.nat.

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Link: www.Nachsuchenstation-Dreilaendereck.de

"Für gelebten Tierschutz und Weidgerechtigkeit"

Über die Nachsuchehotline 0171 / 632 1318 erreichen Sie einen Ansprechpartner, erfahren Sie noch mehr unter www.nachsuchenstation-dreilaendereck.de, diese Website ist derzeit im Aufbau

Kirchzell. Erfahrene Nachsuchespezialisten aus dem Dreiländereck bei Kirchzell gründen die Nachsuchenstation-Dreiländereck und bieten ab sofort ihre Dienste an.

Mit drei Bayerischen Gebiergsschweißhunden, 2 Brandlbracken und einem Hannoverschen Schweißhund können Nachsuchen koordiniert werden. Darunter sind zwei anerkannte Nachsucheführer für die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Für die Nachsuchenstation steht die gesetzlichen Verpflichtung im Fokus, dem Tierschutz Rechnung zu tragen und jagdethische Verhaltensweisen qualifiziert umzusetzen. Dabei steht immer im Vordergrund das Stück zu finden und dem Wildtier unnötige Schmerzen zu ersparen.

Die professionelle Nachsuche stellt ein Herzstück weidgerechter Jagd dar, sie bedeutet persönlich Verantwortung zu übernehmen und zollt Respekt gegenüber den Wildtieren. Die Nachsucheführer dort kennen aus ihrer langen jagdlichen Erfahrung als Hundeführer die hohen Anforderungen die mitunter gestellt werden. Nicht hinnehmbar ist aus jagdlicher Sicht die Situation, wenn schwerkrankes Wild unter einem schmerzhaften Martyrium Stunden oder Tage elend zugrunde gehen muss. Das konterkariert die Sinnhaftigkeit des Tierschutzgedankens und weidgerechten Handelns.

Im Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG) für Baden-Württemberg beispielsweise wurde die Nachsuche im § 39 JWMG „Wildfolge“ über Jagdgrenzen hinweg per Gesetz verordnet. Absatz fünf besagt „Zum Zwecke der Wildfolge dürfen anerkannte Nachsuchegespanne ohne Zustimmung der jagdausübungsberechtigten Personen des angrenzenden Reviers die Reviergrenzen unter Mitführung geeigneter Jagdwaffen sowie in Begleitung einer weiteren zur Nachsuche ausgerüsteten Person, die Inhaberin eines Jagdscheins ist und ebenfalls geeignete Jagdwaffen führen darf, überschreiten, die Wildtiere erlegen und versorgen. Nach Beendigung der Nachsuche sind die jagdausübungsberechtigten Personen unverzüglich zu benachrichtigen“.

Bei unseren hessischen Nachbarn wird ähnlich vorgegangen. Dort kann innerhalb des Gebietes einer Hegegemeinschaft die Jagdbehörde auf Vorschlag der Hegegemeinschaft anerkannte Schweißhundeführer bestimmen, die bei der Nachsuche von Schalenwild die Grenze von Jagdbezirken einschließlich einer Begleitperson unter Mitführung der Schusswaffe ohne vorherige Benachrichtigung der Jagdausübungsberechtigten, in deren Jagdbezirk das kranke Stück Schalenwild eingewechselt ist, überschreiten.

Im Bayerische Jagdgesetz unter Art. 37 können die Revierverantwortlichen eigenverantwortlich handeln. Ihnen obliegt freiwillig die Möglichkeit über die Vorschriften der Absätze 1, 3 und 4 hinausgehende Vereinbarungen (Nachsuchevereinbarung-Wildfolge) zu treffen, diese bedürfen der Schriftform.

Die Hegegemeinschaft Kirchzell hat mit ihren Revierverantwortlichen für 16 Jagdreviere eine schriftliche Nachsuchenvereinbarungen ausgearbeitet. Die Nachsucheführer dort verfügen über einen eigens hierfür geschaffenen Ausweis

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Empfohlene Website unter folgendem Link:

http://www.natur-jagd.de/

Der Blog Natur-Jagd.de wird betrieben von Axel Seidemann. Hier finden Jägerinnen und Jäger interessante Seminartermine rund um die Jagd und Natur. Seminarangebote finden auch in unserer Nähe in Zusammenarbeit mit dem Jagdklub Darmstadt statt.

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Lust auf Wilderzeugnisse von registrierten regionalen Wildkammern? Informationen erhalten Sie von den Hegegemeinschaften Eichenbühl, Miltenberg und Kirchzell.

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